• Hotel Savona 18 Suites
    Mailand I Italien

April 2024

Ein bisschen hatten wir uns ja schon bei der Buchung fern-verliebt in das
Savona 18 Suites in der Mailänder Via Savona. Und kaum angekommen, waren wir so richtig
begeistert – vom bunt-kreativen Design in der Lounge, dem großzügigen, lässig gestalteten Innenhof
und der funktionalen, stylischen Reduziertheit unseres Zimmers.
Und noch einigem mehr...

Raffaele, der supernette Taxifahrer aus Pavia, der uns unseren Ärger über das durch einen Bahn-Streik verursachte Chaos am Flughafen schnell vergessen hat lassen, hatte es uns bereits prophezeit: Da habt ihr euch ein tolles Viertel von Mailand ausgesucht, zwischen Via Tortona und Navigli, viele Lokale, Kunstgalerien, Mode, perfetto! Und auch ein tolles Hotel, wie wir wenig später feststellen. Das Haus blickt auf mehr als 100 Jahre Geschichte zurück, aber sein heutiges, modernes Innenleben fügt sich perfekt ein: Das Gebäude in der Via Savona 18 wurde liebevoll renoviert, überrascht mit vielen hübschen kleinen Details  und hat heute mit 42 Zimmern eine gute, überschaubare Größe.

Ein superfreundlicher Empfang und gleich mal ein kühler Willkommens-Prosecco – der uns auf einem der schicken Outdoor-Sofas im langgestreckten, schön gestalteten Innenhof des Hotels (Garden 18) besonders gut schmeckt. Wie ein großes Outdoor-Wohnzimmer fühlt sich das an, genau der richtige Auftakt für unseren 4-Tage-Freundinnen-Citytrip. Später stellen wir dann fest, dass gegen Abend die kleine Bar im Innenhof aufmacht, ein bisschen lässige Musik dazu und schon ist man versucht die von unzähligen Stadtkilometern schmerzenden Füsse nicht mehr Richtung Restaurant zu bewegen. Sondern einfach hier sitzen zu bleiben und noch einen Drink zu nehmen...

Sie sind ganz typisch für Mailand, die „case di ringhiera“: Häuser mit langen Laubengängen und großen Innenhöfen. (Pawlatschengang sagen wir zu dieser Art von Laubengang in Wien ganz unromantisch.) In genau so einer ehemaligen casa di ringhiera ist das Savona 18 beheimatet und wir haben somit von unserem Laubengang im dritten Stock einen perfekten Ausblick in den Innenhof.

Und da ist sie schon, unsere Home Suite mit 30 Quadratmetern, geschickt aufgeteilt in ein Doppelzimmer und einen Wohnbereich mit Schlafsofa und Schreibtisch. Reduziert und funktional eingerichtet, im Schlafbereich ein paar schöne Pasteltöne. Im Schlafzimmer ein Doppelbett, ein Raum nur zum schlafen und sonst nichts, nichts lenkt das Auge und den Geist ab, da fängt die Erholung bei mir schon an, wenn ich den Raum nur ansehe. Zwischen den beiden Räumen das Badezimmer und das hat sich bei mir besonderes Lob verdient: Eine Dusche, so angelegt, dass das Wasser keine Fluchtmöglichkeiten ins Badinnere hat, dazu eine optimale Regenfalldusche, die supereinfach zu bedienen ist (ganz im Gegensatz zu vielen anderen Hotel-Bädern, wo man gefühlt oft ein halbes Studium absolvieren muss, um das Umschalten zwischen Regenfalldusche und Handbrause-Modus zu bewältigen). Ein weiteres Plus: Die richtige Größe des Badetuchs. Und dann schlägt mein Herz gleich noch ein bisschen höher: C. O. Bigelow-Kosmetik aus dem Big Apple! Die Kosmetiklinie der "oldest apothecary in America" hat bei einem NY-Besuch vor vielen Jahren mein Herz erobert und ausgerechnet hier nun auf Kosmetik von Bigelow zu stossen – was für eine nette Überraschung! Ach ja, das Schlafzimmer hält dann auch, was es auf den ersten Blick versprochen hat: Die Matratzen perfekt, komplette Ruhe, hier hat auch der von unzähligen Gehkilometern geschundene Körper nach einer supererholsamen Nacht eine reelle Chance am nächsten Tag wieder seinen Dienst aufzunehmen.

Ein bisschen erinnert uns der Rezeptionsbereich an unser Lieblingshotel in Turin: Der großzügige, langgestreckte Raum, das schöne Licht, das durch die großen Türen fällt, die geschickt gewählten, üppigen Blumen in einer großen Vase. Die ganze Atmosphäre des Raums eben. Die gelb gekachelte Bank vor großer, moderner Kunst erobert sofort mein Herz; ein bisschen Pool-Feeling und witzigerweise passt dies perfekt hierher. Nicht zuletzt sind wir aber auch von der Herzlichkeit der Mitarbeiter:innen begeistert – sei es bei Restaurant-Empfehlungen oder sonstigen Anliegen.

Wir lieben es gerade in Italien außer Haus zu frühstücken, al bar. Aber: Wer es in der Früh gerne ruhig und ohne Lokalsuche anlegen will, der kann sich auf ein gutes Frühstück im Petit Café des Hotels freuen. Brunch oder à la carte, wie es dem Magen morgens gefällt. Sehr gut ausgesehen hat es jedenfalls, was da am Frühstücksbuffet aus der Entfernung zu sehen war, vor allem die große Kuchenauswahl hat mein Herz hüpfen lassen. Das Petit Café ist auch eine verlässliche Quelle für all jene, die hier gerne eine kleine Mittagspause einlegen oder später einen Aperitif zu sich nehmen wollen – letzteres ist bis 23:00 Uhr möglich und im Innenhof lässt sich das sehr lauschig genießen.

Unser Citytrip endet wie er vier Tage zuvor begonnen hatte: Im Innenhof des Hotels, dem Garden 18. Noch einmal ein Sprizz, ein bisschen in Magazinen schmökern, die Augen schließen, den Duft der Glyzinien, die sich hinter uns emporranken, genießen. 28 Grad im April, eigentlich zu viel für diese Jahreszeit, und eigentlich sollte man jetzt einfach in die Bahn steigen und ans Meer weiterfahren, hinunter nach Ligurien, dieses wunderbare Italiengefühl noch ein wenig ausdehnen. Eigentlich. Aber dann wartet doch unser Flieger nach Wien auf uns. Schade. Ciao Milano, ciao Savona 18, wir kommen wieder...

Auch noch gut zu wissen: Reist man via Flugzeug an, fährt man am besten mit dem Malpensa-Express (Zug, 13 Euro, Fahrtdauer ca. 45 min) zum Bahnhof Cadorna, wo man in die Metro Nr. 2 umsteigt und in nur 10 Minuten im Hotel ist. Achtung: Taxi-Fahrten vom Flughafen Malpensa in die Stadt sind mit mindestens 110-140 Euro sehr teuer...

Das Hotel liegt zwar nicht ganz zentral, dafür aber im schönen und lebendigen Navigli-Viertel; mit der Metro (M2 und M1) ist man in rund 20 Minuten beim Dom. Die Lage ist toll, da man in Gehdistanz zu den Navigli-Kanälen wohnt, wo sich in Sachen Kulinarik und Nachtleben so einiges abspielt. Darüber hinaus ist das Viertel zwischen Via Tortona und Navigli ein sehr beliebtes – mit vielen Galerien, Design- und Mode-Läden, Restaurants und Bars. Auch die Via Savona selbst bietet einiges: Man verlässt das Hotel und hat in beide Straßenrichtungen in geringer Gehdistanz eine große Auswahl an guten Restaurants und Trattorien, wunderbaren Eisgeschäften und Bars. Einige persönliche Tipps und Empfehlungen dazu gibt es hier...

Hotel Savona 18 Suites
www.savona18suites.it/

Via Savona 18 I 20144 Milano, Italien
E-Mail: reservations@savona18suites.it

 

Der guten Ordnung halber erwähnt: Das ist ein unbeauftragter, unbezahlter Blogbeitrag. Der Aufenthalt erfolgte zur Gänze auf eigene Kosten.