Was für ein Ausblick: Das große Panoramafenster in unserem Zimmer begeistert mich vom ersten Moment an.
Denn wie auf einer Breitbild-Kinoleinwand breitet sich da vor uns eine idyllisch verschneite Winterlandschaft
des Bregenzerwaldes aus …
Unser Zimmer hat zwar – im Gegensatz zu den meisten anderen Zimmern – keinen Balkon, aber dafür: Was für ein Ausblick! Ein riesiges Panoramfenster, an dem man ewig stehen und hinausschauen könnte, in die zauberhaft verschneite Landschaft. Immer wieder entdecke ich da draußen neues: die kleinen Holzhütten, die verschneit und an den Hang geduckt auf einer Alm liegen, die Langläufer, die über die Loipen dahin gleiten, den Hund, der sich scheinbar am liebsten komplett im Schnee eingraben würde. Schneekino nenne ich das nun insgeheim.
Nach einer Woche Aufenthalt im benachbarten Mellau haben wir noch für eine Nacht im 4-Stern-Hotel Krone in Au im Bregenzerwald eingecheckt: Eine gute Entscheidung, denn wir fühlen uns hier von Anfang wohl. Ein herzlicher Empfang an der Rezeption und man merkt von der ersten Minute an, dass hier eine Hoteliersfamilie in 6. Generation am Werk ist, der ihre Gäste wirklich am Herzen liegen.
In unser Zimmer können wir dankenswerter Weise auch schon etwas früher einchecken als sonst üblich und so kann sich mein Mann gleich Richtung Skipiste aufmachen, während ich meinem vom Skifahren angeschlagenen Knie ein paar schonende Runden im Hotelpool gönne: Draußen schneit es sanft, vor den großen Glaswänden, drinnen ziehe ich tiefenentspannt meine Runden ...
Später habe ich genügend Zeit mich im Haus umzusehen: Ein Haus mit einer langen Geschichte, das aber in den letzten Jahren sanft und sehr gelungen dank guter Architektur – von der es in Vorarlberg ja wirklich viel gibt – und Vorarlberger Handwerkskunst in die Gegenwart geholt wurde. Großzügige, lichtdurchflutete Räume, modernes, puristisches Design, geschickt kombiniert mit warmen Farben und einzelnen ausgewählten, älteren Möbelstücken. Eine schöne Kombination aus neu und alt, modern und traditionell – wie zum Beispiel auch in der offenen, hellen Bibliothek neben der Bar: Eine riesige Auswahl an Büchern, Bildbänden und Magazinen finden hier Lesefreudige – schade, dass ich nur so kurz hier bin und nicht genug Zeit habe, um mich durch dieses große Angebot zu schmökern. Gemütlich ist es hier jedenfalls, auf den alten Sofabänken, zwischen modernen Lampen und mit dem Ausblick durch das große Fenster. Wohl fühlt man sich auch in der Kaminlounge mit den in warmen Rot-und Erdtönen gehaltenen Sofas – vielleicht mit einem Buch aus der Bibliothek und einem Glas Wein?
Eine Küche, die auf Regionalität setzt
Ein 5-gängiges Abendmenü erwartet uns dann abends im langgestreckten, hellen Restaurant, das sehr geradlinig und zugleich gemütlich gestaltet ist. Fünf Gänge, die uns wirklich begeistern, vor allem das zarte Rinder-Carpaccio mit Bergkäse und die rosa gebratene Entenbrust mit Marillenjus, Currykarotte und Kartoffelplätzchen lassen mich zufrieden seufzen. Und dann noch die Crema Catalana mit Orange und Vanille Crumble – zum auf der Zunge zergehen lassen. Küchenchef Florian Schneider und sein Team wissen offensichtlich was sie tun, kombinieren geschickt regionale Gerichte mit internationalen Einflüssen. Schön finde ich auch, dass hierbei vor allem auf Produkte aus der Region gesetzt wird und eng mit den Landwirtinnen und Landwirten der Region zusammengearbeitet wird: So kommen in der Krone u. a. Eier, Käse und Lammfleisch aus Au, Joghurt aus Schoppernau, Brot aus Bezau, Ziegen- und Schafskäse aus Bizau und Kräuter aus dem eigenen Garten auf den Tisch.
Nachhaltigkeit, ein Thema, dem man sich im Hotel Krone generell verschrieben hat: Das bedeutet neben der 100%igen Beheizung des Hauses mit Ökostrom auch, dass diverse Energiesparmaßnahmen ergriffen werden, wie z. B. ein „Strom aus“-Schalter in allen Zimmern, eine effiziente Steuerung der Zimmertemperatur, ein Automatismus, dass bei geöffneten Fenstern die Heizung abgeschaltet wird oder die Wärme-Rückgewinnung (Abwärme aus Wäscherei, Kühlaggregaten etc. heißen das Hallenbad, erzeugen Warmwasser, etc.). Und natürlich geht es im täglichen Hotelbetrieb um eine Reduktion des Restmülls wie auch um eine Abwasser- und Materialschonende Arbeitsweise. Faktoren, die auch im Tourismus immer wichtiger werden – und einen Betrieb für seine Gäste noch attraktiver machen.
Leider dieses Mal aus Zeitgründen nicht ausprobiert – und vermutlich haben wir damit auch wirklich etwas verpasst: Nämlich im 500 m² großen Sky·Spa (für Gäste ab 16 Jahren), ganz oben, im letzten Stockwerk und mit großartigem Blick auf die Berge. Hier warten auf die Gäste u. a. eine Panoramasauna auf der Dachterrasse, ein Sanarium, ein Aroma-Dampfbad, ein Infrarotraum und ein großzügiger Ruhe- und Liegebereich mit offenem Kamin. Draußen schneit es, drinnen prasselt das Feuer – beim nächsten Mal dann…
Auch noch gut zu wissen: Bewegung wird im Hotel Krone Au großgeschrieben – von Früh- und Wassergymnastik, Nordic Walking und Wanderungen bis hin zu zusätzlich buchbaren Aktivitäten wie Yoga und Pilates wartet ein breites Angebot auf Aktivsportler. Massage und Kosmetikbehandlungen können ebenfalls gebucht werden, für Schwangere werden ebenfalls spezielle Wellnessanwendungen angeboten. Für Schwimmbegeisterte gibt es neben dem Indoor-Pool im Sommer auch einen Natur-Badesee mit Liegewiese am Waldrand. Das nächstgelegene Skigebiet ist übrigens der Diedamskopf in Au-Schoppernau, der kostenlose Skibus hält vor dem Hotel und bringt Skifahrer bequem zur Talstation. Wer mehr wissen möchte über Skifahren, Langlaufen und Winterwandern im Bregenzerwald, liest das am besten in meinem Blogartikel Winterfrische im Bregenzerwald nach.
Hotel Krone
www.krone-au.at
Jaghausen 4A I 6833 Au im Bregenzerwald I Österreich
E-Mail: office@krone-au.at
Unbeauftragte, unbezahlte Werbung. (Die Fotos von Hallenbad und Sky Spa wurden mir von Hotel Krone Au zur Verfügung gestellt.)
Der Aufenthalt erfolgte auf eigene Kosten.
UPDATE - Ende Februar 2025
Das Schöne am zurückkehren ist ja, dass man sich irgendwie sofort angekommen fühlt: Man kennt sich aus, macht scheinbar nahtlos da weiter, wo man das letzte Mal aufgehört hat. Und so beziehen wir auch dieses Mal wieder ein lichtdurchflutetes Komfortzimmer mit Blick auf die Berge und die Kanisfluh im Speziellen. Zwischenzeitlich hat das Zimmer (statt einem Teppich) einen schönen (allergikerfreundlichen) Holzboden erhalten. Was ich wirklich mag an diesen Zimmern (und auf meinen Fotos gar nicht so gut herauskommt), ist deren Geräumigkeit - hier hat man wirklich genug Platz, nicht nur für die umfangreiche Skikleidung, sondern zum wohnen und atmen. Und ich habe "meinen" Panoramblick wieder, der mich, auch dieses Mal, immer wieder flasht, wenn ich das Zimmer betrete.
Waren wir in der Krone das letzte Mal (Jänner 2022) zwar nur für eine Nacht zu Gast, so hat es uns damals jedenfalls so gut gefallen, dass wir nun gerne mehr davon wollten. Und so wurde es dieses Mal eine ganze Woche, in der wir uns hier verwöhnen ließen. Genügend Zeit also, um dieses Mal nachzuholen, was beim letzten Mal nicht ausprobiert wurde, wie z. B. das beeindruckende Sky Spa unter dem Dach. Herrlich, hier in der Wärme auf den Liegen dahin zu dösen, nachdem man in der Panoramasauna war, mit Blick auf die Berge. Bloss nicht einschlafen...
Nachdem wir beim letzten Aufenthalt die Skigebiete Diedamskopf als auch Mellau-Damüls ausgiebig ausprobiert haben, entscheiden wir uns dieses Mal für das Gebiet Schröcken-Warth, von wo man übrigens im besten Sinne des Wortes auch nach Lech (Arlberg) hinüber gondeln kann. Von der Krone zu den Saloberjets sind es gerade mal 20 Autominuten, oder man fährt ganz bequem mit dem Landbus hinauf, der genau gegenüber vom Hotel hält. Danach versöhne ich meine strapazierten Beinmuskeln dann mit 40 Längen im Indoorpool.
Eine Woche nach unserer Abreise hat das Krone Au erst mal vorübergehend seine Pforten geschlossen: Aus gutem Grund, denn es wird angebaut und umgebaut, im Gebäudeteil, der sich im Garten befindet, vier neue Zimmer wird es geben, 18 werden renoviert. Eine neue Küche wird eingebaut, und auch ein zusätzliches Mitarbeiter:innen-Haus wird errichtet. Neu gestaltet wird auch die Außenanlage, mit moderner Sauna und Garten Spa (inkl. Gartensauna mit Eisbaden im Winter), weiters wird es künftig ein Gym geben. Und weil in der Krone (wie weiter oben zu lesen ist) besonders viel Wert auf Nachhaltigkeit gelegt wird, werden die Dächer mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet. 200 Bautage sind geplant, spätestens am 19. September 2025 wird wieder eröffnet. Ich bin gespannt wie dies alles aussehen wird und sobald es etwas zu zeigen gibt, wird´s hier natürlich wieder ein Update dazu geben...